Unternehmen werden mit dem Internet der Dinge (Internet of Things „IoT“) im Jahr 2020 voraussichtlich rund 309 Milliarden Euro erwirtschaften – so eine Studie der Marktforscher von Gartner. Der größte Ertrag soll aus dem Servicegeschäft kommen. Gartner schätzt zudem, dass bis spätestens 2020 rund 26 Milliarden Geräte untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren – stärker noch, als dies heute Menschen tun.

Aus dieser Entwicklung ergeben sich für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Ein paar Beispiele gefällig, von Ideen an denen bereits Startups arbeiten? Gerne!

  • Die Fa. AdherTech entwickelt einen intelligenten Tablettenbehälter welcher sicherstellt, dass Patienten ihre Medikamente nehmen.
  • Chui, die Gesichtserkennung mit fortgeschrittener Computertechnologie hilft, Gesichtern einen universellen Schlüssel zuzuteilen. Chui bezeichnet diese Lösung als ‚weltweit intelligenteste Türklingel‘.
  • Enlighted entwickelte einen cleveren Sensor, der auf Echtzeitdaten der Umgebung innerhalb des Gebäudes zurückgreift. Der „Enlighted Sensor“ wird an neue oder bereits existierende LED-, CFL- oder HID-Lampen und angebracht und kontrolliert nicht nur die Lichtabgabe, sondern steuert auch die Lichtstärke, Lichttemperatur und den Stromverbrauch.
  • Heapsylon, die intelligenten Socken. Sie sind von textilen Drucksensoren mit dazugehöriger Elektronik durchzogen. Die Sensoren verfolgen dabei nicht nur die Schritte, Geschwindigkeit, Kalorien, Höhenlage, Umgebungstemperatur und Entfernung, sondern auch den Schrittrhythmus, die Abrollbewegung des Fußes, das Zentrum der Balance und die Gewichtsverteilung des Fußes während des Laufens und Rennens.

Vorteile

Mit dem Internet der Dinge werden unzählige neue intelligente und vernetzte Geräte kommen, die uns im Alltag begleiten. Dabei wird meist das enorme Potenzial betont, das zweifelsohne für Entwickler und die IT-Brache attraktiv ist.

Die fünf wichtigsten Wachstumsfaktoren für das Internet of Everything, wie es Gartner nennt, sieht der US-Amerikanische Netzwerkausrüster Cisco in den Bereichen der Ressourcennutzung und Kostensenkung mit 2,5 Billionen Dollar, Mitarbeiterproduktivität und erhöhter Arbeitseffizienz mit ebenfalls 2,5 Billionen Dollar, Lieferkette und Logistik mit 2,7 Billionen Dollar, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung mit 3,7 Billionen Dollar sowie Innovation mit 3,0 Billionen Dollar bis zum Jahr 2022.

So viele verschiedene internetfähige Geräte und Bauteile es gibt, finden sich auch unterschiedliche Anwendungsszenarien und darauf lassen sich neue Geschäftsmodelle aufbauen. An entsprechenden Geschäftsideen mit handfesten Businessplänen scheint es bei aller Euphorie über das Internet der Dinge bei den Unternehmen oft noch zu fehlen. Finden wir gemeinsam Denkanstöße, wie das Internet der Dinge neue Services ermöglicht.

Risiken

Doch das Internet der Dinge bringt auch riesige Herausforderungen mit sich, deren Lösung noch auf sich warten lässt.

Ein Beispiel ist die Sicherheit. Mit der Anzahl der vernetzten Alltagsgeräte wächst die Datenmenge, die gesammelt und auf den Geräten selbst oder in der Cloud gespeichert wird. Die Daten sind nicht nur attraktiv für Hacker, das Potenzial für Sicherheitslücken wächst mit jedem Gerät exponentiell. Und der Schaden, der bei einem Hackerangriff angerichtet werden kann, ist noch viel größer. Nicht auszudenken, was mit gehackten Schließanlagen, Autos oder automatisch arbeitenden Industrieanlagen für Schaden angerichtet werden kann…

Ein sorgfältiger Umgang mit Bedrohungsszenarien und Security ist deshalb bei diesen Projekten ein entscheidender Erfolgsfaktor.

 

Internet of Things
Markiert in:                     

0 thoughts on “Internet of Things

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.