Die zielgerichtete Verarbeitung großer Datenmengen führt in vielen Branchen und Unternehmen zu einem weitreichenden Wandel der Wertschöpfungskette. Die Technologien sind schon heute verfügbar. Und die nächsten Jahre werden von deren Implementierung geprägt sein.

Die Herausforderungen liegen also weniger im Erfinden neuer Technologien, als vielmehr in der Integration verschiedener und unterschiedlicher Systeme. Die Stichworte Standards und Schnittstellen wurde schon im borigen Artikel zu Big Data genannt.

big-data

Ich gehe wie gesagt davon aus, dass Big Data zahlreiche Unternehmen verändern wird. Entweder sie nutzen diese Möglichkeiten erfolgreich. Oder sie lehnen sie ab, was sich zu einem strategischen Nachteil gegenüber dem Mitbewerb entwickeln wird. Welche Marktsegmente oder Branchen sind besonders betroffen? Es werden wohl jene sein, die von heterogenen Subsystemen und großen Datenmengen geprägt sind, etwa:

  • Produzierende Industrie
  • Industrielle Dienstleister
  • Transport und Logistik
  • Handel
  • Erstellung, Analyse und Handel mit Information
  • Finanzdienstleister
  • Tourismus

Leider ist es so, dass manche Branchen nicht wirklich ein gutes Verständnis von ihrem Geschäft und ihren Kunden haben. Zumeist liegt das daran, dass die Geschäfte lange Zeit wie von selbst funktioniert haben. Das ist aber der größte Kardinalfehler erfolgreicher Unternehmen: Sich auf seinem Erfolg auszuruhen. Vor allem endkundenorientierte Branchen haben hier die Nase deutlich vorne. Auch hier wieder ein paar Beispiele von Unternehmen, die mit großen Daten zu tun haben:

  • Versicherungsunternehmen
  • Große Hotelketten
  • Vergleichsportale im Internet
  • Kreditkartengesellschaften
  • Onlineversand (Amazon)
  • Neue Marktplätze (eBax, Alibaba)

Das sind alles Unternehmen, die einen großen Vorteil dadurch erzielen, dass sie sehr genaue Daten ihrer Endkunden haben. Andere Unternehmen oder Branchensegmente sind durch ihre geringen Endkundendaten deutlich benachteiligt, etwa:

  • B2B-Unternehmen, die ihre Produkte nur an wenige andere Unternehmen anbieten
  • Hersteller von Industriegütern, die ebenfalls nicht auf viele Kundendaten aufbauen können
  • Hersteller von Komponenten zur Integration in Industriegüter
  • Die Unterhaltungsbranche habe zwar viele Endkunden, haben aber nur wenige objektiv nachvollziehbareDaten
  • Der Handel versucht derzeit massiv mit Kunden- und Payback-Karten an Daten der Endkunden zu kommen

Es reicht darüber hinaus  nicht, dass man große Dantenmengen seiner Kunden und Endkunden aufzeichnet. Man muss sie auch nutzen, und zwar so effektiv, dass auch die Kunden einen Nutzen daraus ziehen können.

Tagged on:                             

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.