Immer mehr Unternehmen erkennen, dass mit der Cloud-Technologie eine neue Plattform für Innovation entstanden ist. Die IT wird ganz oder teilweise in die Cloud wandern.

Cloud-Dienste tragen zur Flexibilität, Skalierbarkeit und Transparenz von Unternehmen bei. Und sie ermöglichen den IT-Ressourcen des Unternehmens, sich auf innovative und strategische Projekte zu konzentrieren. Doch was sollte man beim Übergang von statischen IT-Installationen in eine dynamische Cloud beachten? Wie stellen Sie sicher, dass dieser Übergang ohne große Reibungsverluste passiert?
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Selbstverständlich gibt es enorm viele keine und große Dinge zu beachten, die viel Detailarbeit erfordern. Eine strategische Planung und die schrittweise operative Umsetzung möchte ich aber in fünf Hauptphasen zusammenfassen.

1. Entscheidungskriterien definieren

 Am Beginn sollte eine Bestandsaufnahme stehen, damit eine seriöse Bewertung der IT-Infrastruktur und -technologie erfolgen kann. Vor allem geht es hier auch um die operativen Prozesse, für die die IT benötigt wird. Aber auch Anforderungen an die Lizenzverwaltung, Security und Anbindung an Fremdsysteme sind für die Analyse wichtig.
Was kann/soll/darf überhaupt in eine Cloud ausgelagert werden? Zur Beantwortung dieser Fragen müssen während der Bewertung einige Fragen beantwortet werden:
  • Gibt es rechtliche bzw. gesetzliche Auflagen, die berücksichtigt werden müssen – das Thema Datenschutz etwa?
  • Für welche Systeme benötigen Sie unbedingt das know-how im Haus? Mit anderen Worten: Welche Systeme sind unmittelbar mit Ihren Kernkompetenzen verknüpft und somit strategisch wichtig?
  • Welche Systeme sind für den laufenden Betrieb Ihres Unternehmens wichtig oder gar kritisch? Und welche sind vielleicht völlig unkritisch?

Das Ergebnis dieser Analyse ist eine Liste von Services mit Vorschlägen, wo diese in Zukunft betrieben werden sollen – in einer privaten oder öffentlichen Cloud, oder (weiterhin) in einer geschlossenen lokalen Instanz.

2. Service Levels

Schon in der ersten Phase ging es darum, welche Services mehr oder weniger kritisch sind. Nun müssen dafür die erforderlichen Service Levels definiert werden. Bleibt ein Service in-house, dann schadet es auch nicht, wenn man die bestehenden SLs einmal überprüft.

3. Verwaltungsaufwand

Dienste, die in eine Cloud ausgelagert werden, erfordern mehr Aufwand zur Koordination aller beteiligten Lieferanten. Auch die verschiedenen Verträge müssen aufeinander abgestimmt sein bzw. werden. Wollen Sie Flexibilität etwas bei der Ressourcennutzung, dann muss das mit allen Beteiligten abgestimmt werden (können). Wichtig ist auch die Frage, ob Sie selbst die Cloud-Infrastruktur verwalten, oder ob Sie damit auch einen Dienstleister beauftragen.

4. IT-Strategie = Cloud-Strategie

Eine Auslagerung in die Cloud bewirkt auch die Notwendigkeit, die eigene IT-Strategie auf die Cloud auszurichten. Ob das das große Feld der Governance ist, der Umgang mit Kundendaten, das Backup und die Wiederherstellung oder die Vorgaben zur Aufbewahrung. Ein konsistenter Leitfaden ist unumgänglich für den Erfolg.

5. Anbieterauswahl

Sie sehen, es gibt viele Hausaufgaben zu bewerkstelligen, bevor die Auswahl des geeigneten Anbieters erfolgen sollte. Wie bei vielen Projekte besteht auch hier die große Gefahr, dass der letzte Schritt jener ist, den ein Projektteam am liebsten gleich ganz zu Beginn machen will. Ich gemahne aber zur Vorsicht. Sie setzen sich damit schon mit jemanden ins Boot, der es verstehen wird, alle wichtigen Entscheidungen der chritte 1 bis 4 in seinem Sinne zu leiten. Besser ist es, für die Vorarbeiten etwa einen unabhängigen Berater einzusetzen, der nicht mit einem der möglichen Cloud-Anbieter in Verbindung steht.

Und zu bedenken ist auch: Nicht nur der Betrieb, auch der Umzug der IT-Infrastruktur muss reibungslos ablaufen. Ein missglücker Umzug wird noch lange Zeit seine Spuren hinterlassen. Ein geglückter Umzug higegen sollte gar nicht erkannt werden.

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